Live Schneidern - Im MAXIDROM von PALAIS MAI - 2011

 

Der Herstellungsprozess von Kleiderskulptur wird auf die Bühne gebracht. Das Modellieren am Körper als Ursprung des Einkleidens.

Eine Decke wird um den Körper gelegt und angepasst. Da ist noch eine Öffnung nötig, hier muss der Stoff gerafft werden. Da wird er geschnitten, hier wird er wieder darangesetzt. Skulpturales Arbeiten. Die Schere ersetzt den Meißel. Die Stoffe, der bei der Performance verwendet werden,m ist weiß. Die DarstellerInnen erscheinen NonnenMönchsunförmig eingehüllt in der Szenerie. Unter der Kuttenschicht ist die nächste Schicht, darunter die nächst und die nächste und darunter der Körper. Stoff der Performance ist die Enthüllung. Das Schneidern, das Zerschneiden ist das Konzert. Es wird immer parallel auf den zwei Bühnen geschnitten. Planen und Improvisieren. Schneiden, beurteilen und wieder schneidern. Das weisse Material wird umgeformt. Die Schnitte verlaufen im Dialog zum Körper.

Die Fetzen fliegen. Im  Scheinwerferlicht werden die tausende fliegenden Flusen über der Szenerie zum glitzrigem Nebeluniversum.


Fotos: Edward Beierle